Jahreshauptversammlung

 

Die SV braucht mehr Platz

 

Die „Dreizehner“ haben seit einiger Zeit ein Luxusproblem: Sie wissen nicht mehr, wo sie die vielen Mannschaften zum Training und zu den Spielen unterbringen sollen. Vor allem der Zulauf an Kindern ist enorm.

 

Vorsitzender Bernhard Kristen sprach bei der Jahreshauptversammlung der „Dreizehner“ von einem positiven Problem, das der Verein seit einiger Zeit habe. „Durch den Riesenzulauf an Kindern haben wir ein Riesenproblem, alle Mannschaften auf unserem Sportgelände unterzubringen.“ Derzeit würden 15 Teams regelmäßig an der Weißenbacher Straße trainieren und spielen. „Alleine im Bereich der E-, F- und G-Junioren wuseln weit über 60 Kinder herum“, sagte Kristen, der in diesem Zusammenhang der rührigen Schülerabteilung um deren Leiterin Sabine Fischer für das große Engagement ein großes Lob aussprach.

 

Um der Platzprobleme Herr zu werden, stellte der Vorsitzende den 55 erschienenen Mitgliedern mehrere Möglichkeiten vor, die auch im Zusammenhang mit dem Wunsch der Stadt Selb stünden. „Wir haben ein Gelände, das von der Stadt sehr begehrt ist. Aber wo könnten wir hin“, fragte Kristen – und gab gleich selbst zwei Anregungen. So könnte eine freie Fläche in Richtung Vielitz in Betracht gezogen werden. Oder aber das Gelände der Hutschenreuther B. „Dort könnte ein Sportzentrum für Fußball, Handball, Tennis, Kegeln und Leichtathletik entstehen.“ Möglich sei freilich auch, weiter an der Weißenbacher Straße zu bleiben. „Dann müssten wir aber Mängel beheben und – wenn wir mehr Platz wollen – ein benachbartes Gelände zukaufen.“ Entscheiden müssten zu gegebener Zeit ohnehin die Mitglieder.

 

Sportlich stünde der Verein sehr gut da, sagte Kristen in seinem Rechenschaftsbericht. „Im Jahr 2010 gab es viele Jubelszenen, nicht zuletzt dank dem Aufstieg in die Bezirksliga.“ Der Vorsitzende hob dabei den unbändigen „SV-Geist“ hervor. „Es können sich nur wenige so durchbeißen wie wir. Das zeigt sich auch daran, dass wir überlebt haben. Andere Vereine haben das nicht.“ Fußball-Abteilungsleiter Dirk Diener erinnerte daran, dass die erste Mannschaft neben der Meisterschaft in der Kreisliga Marktredwitz auch den Fairnesspreis gewonnen habe. Noch lange in Erinnerung werde wohl die Meisterschaftsfeier bleiben. Zur laufenden Serie merkte Diener an, dass im Abstiegskampf nicht zuletzt dank der guten Kameradschaft wieder Licht am Ende des Tunnels sei. Der Spielleiter dankte den beiden bei der Hauptversammlung anwesenden Trainern – Haydar Simsek und dessen Nachfolger Stefan Rogler – für die sehr gute Arbeit.

 

Ein wenig Sorgen würde die Entwicklung bei der JFG Hochfranken Selb bereiten, in die die D- bis A-Junioren der SV 13 integriert seien. Durch den Austritt des vierten Stammvereins FC Selb sei die Personalsituation wie erwartet angespannt. „Es ist bedauerlich und unverständlich, dass einige Jugendliche dieses Vereins statt in Selb nun in Thiersheim spielen müssen“, lautete der Tenor der Versammlung. Sehr erfreulich sei der Zulauf bei den Mädchen in der JFG.

 

Eine einzige Erfolgsstory war der Bericht der Schülerabteilung. Klaus Fischer sagte, dass insgesamt über 60 Kinder für die SV spielen und der Zulauf weiter enorm sei. „Alleine für die G-Junioren haben wir 22 Spieler zur Verfügung. Damit sind wir weit und breit führend, und ein Aushängeschild im Fußballkreis.“ Händeringend würde man nach weiteren Trainern für die kleinen Nachwuchskicker suchen. „Diese Arbeit macht wahnsinnig Spaß“, appellierte Fischer an mögliche Kandidaten aus dem Bereich der ersten und zweiten Mannschaft oder der Alten Herren. Höhepunkte seien im vergangenen Jahr die Teilnahmen mit den G- und F-Junioren an den Mini-Weltmeisterschaften in Coburg gewesen. Die beiden SV-Teams hätten jeweils Platz drei belegt, und die mitgereisten Trainer, Betreuer und Eltern Sonderpreise für die „verrücktesten Anhänger“ erhalten.

 

Sehr zufrieden zeigte sich auch Kegel-Abteilungsleiter Günter Dannhorn. Die acht jungen Spieler, die in der Vorsaison erstmals als Herrenteam in der KVOO an den Start gegangen seien, hätten auf Anhieb die Meisterschaft in der C-Klasse feiern können. Auch in der laufenden B-Klassensaison sei die Mannschaft immer auf Platz eins oder zwei gestanden und würde in die A-Klasse aufsteigen. Mit durchschnittlich über 440 gespielten Holz führe Matthias Schacht die oberfränkische Rangliste an.

 

In der Tennisabteilung, die nun von Gerlinde Zeiger geleitet wird, stünden je eine Herren- und Damenmannschaft im Spielbetrieb, und acht junge Mädchen in den Startlöchern. Zeiger dankte besonders den Senioren, die sich rührend um die Tennisplätze kümmern würden. Von einem Rückgang der festen Kegelgruppen berichtete Herbert Seidel.

 

Ehrenamtsbeauftragter Klaus Rüger sagte, dass der Einsatz aller Ehrenamtlichen bei der SpVgg Selb 13 im Jahr 2010 wieder gepasst hat. „Alleine beim Hochfrankenturnier waren über 30 Helfer vor Ort.“ Für verdiente Funktionäre habe es jüngst zahlreiche Ehrungen von Seiten des DFB, des BFV und des Vereins gegeben. Rüger freute sich auch darüber, dass die SV zum zweiten Mal die Silberne Raute des Bayerischen Fußball-Verbandes erhalten habe. Er bat die Mitglieder darum, sich Kritik an den Ehrenamtlichen wohl zu überlegen. „Packt lieber selber mit an!“

 

Hauptkassier Thomas Krätzer sprach in seinem ersten Kassenbericht von einem soliden Finanzjahr 2010. Er erinnerte an Neuanschaffungen wie den Rasentraktor, die Kleinfeldtore und die Lautsprecheranlage. Auch der Heizölpreis habe sich um stolze 27 Prozent gesteigert. Dennoch sei ein kleiner vierstelliger Betrag zur Schuldenminderung übrig geblieben. Vorsitzender Bernhard Kristen ergänzte, dass der Verein seit dem Jahr 2000 bereits über 100 000 Euro Schulden abgebaut hat. Den aktuellen Mitgliederstand bezifferte der Vorsitzende auf 471 Personen. Zum Ende des Jahres 2009 habe der Verein 442 Mitglieder gehabt.

 

Das BFV-Ehrenabzeichen in Gold für über 40-jährige Mitgliedschaft bei der SpVgg Selb 13 erhielten Hans-Herman Sprenger und Günter Schmidling überreicht. Die Vereinsehrung für über 40 Jahre Mitgliedschaft erhielten Luitpold Lippert und Norbert Dittrich. Seit 60 Jahren hält Ehrenmitglied Max Ziegler dem Verein die Treue.

 

 

 

Stefan Rogler soll Erfolg zurückbringen

 

Stefan Rogler übernimmt bei der SV 13 die Trainernachfolge von Haydar Simsek, der  nach der 2:6-Packung in Mainleus zurückgetreten ist. Für Rogler, der zuletzt die Junioren der JFG Luisenburg unter seinen Fittichen hatte, ist es nach Stationen beim FC Marktleuthen, FK 09 Selb, SpVgg Wunsiedel und ATG Tröstau die erste Trainerstelle in der Bezirksliga. „Das war immer mein persönliches Ziel. Dazu noch bei einem renommierten Verein – da gab es nicht viel zu überlegen“, freut sich der 47-Jährige  auf seine neue Aufgabe.

 

Er weiß aber auch, was ihn erwartet, war er doch bei der  0:4-Niederlage der „Dreizehner“ in Gesees selbst vor Ort. „Dieses Spiel war für mich sehr aufschlussreich. Es wartet viel Arbeit. Aber das werden wir schon hinbekommen.“ Viel mit den Spielern sprechen, sie neu motivieren und ihnen wieder Selbstvertrauen einimpfen, lautet Roglers Ziel. 

 

Bei der SpVgg Selb 13 ist man davon überzeugt, mit Stefan Rogler den richtigen Mann gefunden zu haben, der die derzeit völlig verunsicherte Mannschaft wieder aufrichten kann. „Stefan lebt für den Fußball, kann mit jungen Leuten umgehen und bringt sich auch in den Verein ein“, weiß SV-Vorstandsmitglied Andreas Pöhner aus gemeinsamen früheren Kreisligajahren beim FC Marktleuthen. „Da hat er selbst mich noch einmal auf Vordermann gebracht.“

 

Wir wünschen Stefan viel Spaß und (natürlich) viel Erfolg bei uns! Herzlich willkommen in der SV-Familie!

 

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Spielertrainer Haydar Simsek und Spielleiter Dirk Diener nach der Meisterschaft 2009/10 im Interview

 

Die vergangenen Tage waren sicher sehr turbulent. Haben Sie die Feierlichkeiten gut überstanden?
Diener: Selbstverständlich, das Feiern sind wir ja gewohnt. Aber die richtige Fete kommt erst noch.
Simsek: Für mich war das schon etwas anstrengend. Von einigen Pausen abgesehen ging es vom Vatertag bis zum Montag früh ziemlich rund.

 

Und wie fühlen sie sich jetzt als Meistertrainer?
Simsek: Einfach super. Es gibt nichts Schöneres, als mit seinem Stammverein als Spielertrainer Meister zu werden. Vor 30 Jahren habe ich bei der SV zum Fußball spielen begonnen. Damals war die erste Mannschaft ja noch in der Bezirksliga.

 

Wann haben Sie erstmals gemerkt, dass in dieser Saison der große Wurf gelingen könnte?
Diener: Als wir gut aus der Winterpause gekommen sind und Griesbach und den VfB Arzberg geschlagen haben, wusste ich, dass wir es heuer schaffen können.
Simsek: Ich habe immer daran geglaubt. Nachdem wir im vergangenen Jahr knapp scheiterten, war ich mir sicher, dass wir heuer ganz vorne mitspielen und sogar Meister werden können.

 

Was wäre gewesen, wenn es in dieser Saison wieder nicht geklappt hätte?
Diener: Dann wäre die Welt auch nicht untergegangen, und wir hätten nächste Saison eben wieder angegriffen.
Simsek: Ich wäre schon ziemlich enttäuscht gewesen, weil ich wusste, welches Potenzial in unserer Mannschaft steckt. Und nächste Serie wird es viel schwieriger, weil der ZV Thierstein und der ASV Wunsiedel in diese Liga kommen.

 

Was bedeutet der Aufstieg nun für die SpVgg Selb 13?
Simsek: Vor allem für unsere jungen Spieler ist das eine Riesensache. Früher sind unsere großen Talente oft zu anderen Vereinen gewechselt, jetzt können wir sie behalten. Und wenn die Jungs zusammenbleiben, können sie noch höhere Ziele anpeilen.
Diener: Diese Meisterschaft und der Aufstieg bedeutet für mich den Höhepunkt und den Lohn für die jahrelange hervorragende Nachwuchsarbeit.

 

Stichwort Jugendarbeit: Wie läuft denn die Zusammenarbeit mit der JFG Selb?
Simsek: Sehr gut. Die JFG macht eine prima Arbeit, von der alle Stammvereine nur profitieren können.
Diener: Man muss sich aber auch einbringen in die JFG, das heißt Trainer und Betreuer stellen. Nur so ist eine gute Zusammenarbeit gewährleistet. Quertreiber haben keine Chance.


Was imponiert Ihnen an Ihrer jungen Mannschaft besonders?
Diener: Dass die Zusammenstellung zwischen den jungen und erfahrenen Spielern so wunderbar funktioniert hat. Die Jungs haben viel gelernt von den Älteren, und den Älteren hat es Riesenspaß gemacht, mit den Jungen zu spielen. Die Mannschaft hat nicht nur fußballerisch, sondern auch charakterlich perfekt harmoniert. Dazu zähle ich übrigens auch unsere beiden Betreuer Alfred Hartinger und Felix Wilsdorf.
Simsek: Es war von Beginn an mein Bestreben, junge Spieler zu integrieren. Insgesamt waren ja elf Spieler dabei, die noch bei den A-Junioren sind. Den etablierten Spielern, die viel Verantwortung übernommen haben, habe ich klar gemacht, dass sie die Jungs bei einem Fehler nicht zusammenscheißen dürfen, sondern aufbauen müssen. Nur gemeinsam war dieser Erfolg möglich.

Wie sehen Sie die Chancen in der Bezirksliga?
Simsek: Wir werden auch dort eine gute Rolle spielen. Sicherlich werden auch Rückschläge kommen, aber mit dem Abstieg werden wir nichts zu tun haben.
Diener: Schaun mer mal. Aber dieser Truppe kann man einiges zutrauen.

 

Sind Verstärkungen vorgesehen?
Simsek: Es gibt sicher den ein oder anderen Wunschkandidat, aber wir wollen vor allem auf unsere eigenen Jugendlichen bauen.
Diener: Das Wichtigste und Erfreulichste ist, dass unsere Mannschaft komplett so zusammenbleibt. Und von der Jugend rückt ja auch schon wieder einiges nach.

 

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Jungspunde fühlen sich wohl auf der SV

 

Die SpVgg Selb 13 setzt ihren Kurs konsequent fort: Mit Emre Kutbay, Benjamin Reim, David Diener und Matthias Oles debütierten während der laufenden Vorbereitung auf die Restsaison vier weitere Nachwuchskräfte in der ersten Mannschaft. Längst hat ein Domino-Effekt eingesetzt. Insgesamt sind es nun schon elf A-Jugendliche, die im erweiterten Kader der „Dreizehner“ stehen und an der Seite von Spielern wie Rafael Kowalczyk, Daniel Draksl oder Kapitän Thomas Krätzer schnell eine weitere Entwicklungsstufe nahmen. 
 
Eine Situation, die Spielleiter Dirk Diener glücklich und stolz macht. „Wir haben uns in den vergangenen Jahren aufopferungsvoll um die Jungs gekümmert. Auf und neben dem Sportplatz. Dafür werden wir nun belohnt.“ Dass die Jugendlichen auf Anhieb so prächtig einschlagen, überrascht Diener nicht. „Sie genießen in der JFG eine gute Ausbildung und spielen dort bereits höherklassig. Das macht sich bemerkbar.“
Die Jungspunde fühlen sich auf der SV wohl und danken es mit engagierten Leistungen. „Hier hat man auch als junger Spieler eine gute Chance auf Einsätze und wird voll akzeptiert“, loben Sascha Jülke und Rico Pohl das familiäre Umfeld und den risikofreudigen Spielertrainer Haydar Simsek, der stets ein offenes Ohr für die Belange der Jungs habe und ihnen auch das Vertrauen schenke. Und tatsächlich stellten die 18-Jährigen in der so erfolgreichen Hinrunde regelmäßig fast die Hälfte der Feldspieler in der Startelf.
Keine Frage ist, dass die „Dreizehner“ bis zum Saisonende oben mitspielen und an die Bezirksliga heranschnuppern wollen, unter Druck lassen sich die Verantwortlichen aber nicht setzen. „Man muss auch Rückschläge einkalkulieren“, baut Spielleiter Dirk Diener vor. „Wir hatten in der Hinrunde auch einige Spiele, die wir am Ende etwas glücklich gewonnen haben. Jetzt wollen wir erst einmal die weitere Entwicklung abwarten.“

 

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Erfolgreiches Jahr 2009

 

Ein für die SpVgg Selb 13 sehr erfolgreiches Jahr 2009 neigt sich dem Ende. Das zeigen nicht nur die sportlichen Erfolge - unsere 1. Mannschaft ist Herbstmeister der Kreisliga Marktredwitz und die F1-Junioren wurden souverän Gruppensieger - sondern auch die Mitgliederbewegung. Insgesamt 62 neue Mitglieder durften wir in diesem Jahr in unserer Mitte begrüßen! Wahrlich eine stolze Zahl. Dem stehen 21 Austritte (teils durch Ableben) gegenüber. Somit konnten wir unseren Mitgliederstand von 401 auf 442 erhöhen. Wir sind also auf dem richtigen Kurs!

 

Sehr erfreulich auch, dass in der laufenen Saison neben den E-Junioren auch wieder zwei F-Juniorenmannschaften gemeldet werden konnten. Dazu kommen noch die vielen vielen "Minis", die in unserer Schülerabteilung ihr sportliches Zuhause gefunden haben. Ein großes Lob gebührt in diesem Zusammenhang vor allem unserer unermüdlichen Schülerleiterin Sabine Fischer samt ihrem Ehegatten Klaus "Glänzer" und den vielen Helfern der Schülerabteilung.

 

Immer größer wird auch die Anzahl an SV-Jugendlichen, die in der Jugendfördergemeinschaft gemeldet sind.  Die Jungs fühlen sich wohl auf der SV, weil wir uns um sie kümmern. Deshalb geht unser Dank auch an die unermüdlichen Trainer und Betreuer unseres Vereins, die mit in der JFG tätig sind.

 

Dank sagen möchten wir aber allen, die auch im Jahr 2009 wieder mitgeholfen haben, dass es bei den "Dreizehnern" weiter aufwärts geht. Herzlichen Dank also allen Ehrenmitgliedern, Mitgliedern, Spielern, Trainern, Betreuern, Gönnern und Freunden unseres Vereins! Vielen Dank auch dem Team vom SV-Sportheim, das dafür gesorgt hat, dass sich die Gäste bei uns wohlfühlen und bestens versorgt werden. 

 

SpVgg Selb 13

Vorstandschaft